06.03.2026 Die Feuerwehr im Markt hat einen neuen Vorsitzenden. In der Generalversammlung am Freitagabend im Gasthaus Oberloher wurde Martin Wagenbauer einstimmig in dieses Amt gewählt. Ansonsten beherrschten Rechenschaftsberichte, Ehrungen und Beförderungen die gut besuchte Veranstaltung.
Bei Feuerwehren gibt es zwei Leitungsstrukturen: die Führung mit den Kommandanten, Zug- und Gruppenführern für den Einsatz und die Vereinsvorstandschaft, die mit anderen Vereinen vergleichbar ist. So war das Amt des Vorsitzenden freigeworden. Auf Vorschlag von Kommandant Michael Stirner wurde Martin Wagenbauer als neuer Vorsitzender gewählt. In einer spontanen Ansprache dankte Wagenbauer seinem Vorgänger Anton Pollner junior für dessen Engagement. Unnötige innere Differenzen hätten zum Rücktritt des Vorsitzenden geführt. Kritisch meinte dazu Wagenbauer: „Wir sollten miteinander reden und nicht übereinander.“ Man solle bedenken, dass Worte auch Waffen sein könnten. Als zweiter Vorsitzender verbleibt Simon Stallwanger in seinem Amt. Er hatte auch in den letzten Monaten den Verein geführt und daher den Bericht für die Vorstandschaft in der Generalversammlung gegeben. Stallwanger beschrieb die vielen Aktivitäten im Jahr 2025 mit der Wiederwahl von Kommandant Michael Stirner und seines Stellvertreters Johann Hochholzer, mit der erfolgreichen Haussammlung und dem gut besuchten Hallenfest im August. Der Kassenbericht von Markus Wimmer belegte, dass die Finanzen des Vereins in gesundem Zustand sind. Dies bescheinigte auch Kämmerer Klaus Beresowski, der die Kasse geprüft hatte.
Kommandant Michael Stirner berichtete über 2025 mit 105 Einsätzen und sieben Fehlalarmen: „Ein eher ruhiges Jahr“, wie er befand. Allerdings meinte er, die sich mehrenden Sicherheitsvorgaben wie das Zufahrtsschutzkonzept bei großen Veranstaltungen würden einen erheblichen Personalbedarf nach sich ziehen. Dennoch müsse auch bei solchen Gelegenheiten die Einsatzbereitschaft gesichert sein. Er zeigte Freude über das demnächst in Dienst zu stellende neue Transportfahrzeug. Als „erhebliche Entlastung“ bezeichnete der Kommandant die Einstellung des hauptamtlichen Gerätewarts Peter Maier. Stolz zeigte sich der Kommandant über die Arbeit der Jugendfeuerwehr unter Leitung von Hans Bachmeier und Andreas Reff. Der Höhepunkt des Jahres sei für die Jugendlichen die 24-Stunden-Übung mit verschiedenen Anforderungen gewesen.
Beförderungen, Ehrungen und Abschied
Stirner dankte allen Aktiven und Mitglieder für ihr Engagement. Umgekehrt schloss sich Bürgermeister Josef Reff diesem Dank an und versicherte, ein Bürgermeister könne bei einer so gut arbeitenden Truppe ruhig schlafen: „Vieles wäre ohne unsere Feuerwehr nicht mehr möglich.“ Kreisbrandinspektor Wolfgang Metz dankte seinerseits der hiesigen Feuerwehr für ihre Tätigkeit und berichtete von den Neuerungen auf Kreisebene. Zwei Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Gold konnte er übergeben, nämlich an Martin Barstorfer und an Ralf Remiger. Vorher noch hatten die Kommandanten und die Vereinsführung in die Reihen der Jugendfeuerwehr Lukas Baierlein, Luis Brumby, Anton Deininger, Anna Kaletta und Valentin Maier aufgenommen, in den aktiven Dienst (teilweise von anderen Feuerwehren) Tiffany Fiedler, Georg Nöscher und Michael Reff. Befördert wurden zum Oberfeuerwehrmann Marcel Kett und Florian Triebswetter, für 30-jährige aktive Mitarbeit Florian Grünberger und Rainer Oberndorfer und schließlich zum Löschmeister Thomas Knoll. Verabschiedet aus dem aktiven Dienst wurde schließlich Andreas Pichler. Wie Stirner ausführte, habe er in 46 Jahren aktiven Dienstes viele Funktionen innegehabt und sei ein verlässlicher Kamerad gewesen.
Quelle: Text und Fotos Peter Köppen Vilsbiburger Zeitung vom 08. März 2026







