Die Vorstandschaft ist wieder vollständig: Vorsitzender Anton Pollner, sein Stellvertreter Simon Stallwanger, Schriftführerin Kathrin Grünberger, Kommandant Michael Stirner und sein Stellvertreter Johann Hochholzer (von links).

Generalversammlung

Abschied und Neuanfang bei der Feuerwehr Geisenhausen

In der Generalversammlung der Feuerwehr Geisenhausen am Samstagabend im Saal der Brauhausstuben wurde Brandmeister Bernhard Pichler – der frühere Kommandant – auf eigenen Wunsch nach 45 aktiven Jahren in den passiven Dienst verabschiedet. Ausführlich blickte der heutige Kommandant Michael Stirner aufs Jahr 2023 zurück. Die Versammlung leitete Anton Pollner Junior als Vorsitzender.

Bernhard Pichler war von 1992 bis 2001 Kommandant der Feuerwehr Geisenhausen. In dieser Zeit war er intensiv in den Neubau des Feuerwehrhauses in der Frontenhausener Straße eingebunden. Eingetreten im Alter von 15 Jahren in die Jugendfeuerwehr, war er in den Funktionen als Gruppen- und Zugführer aktiv und wurde bis zum höchsten Dienstgrad als Brandmeister befördert. Sein Ausscheiden empfindet Pichler selbst als „harten Schnitt“, weil er nahezu sein gesamtes Erwachsenenleben auf den Einsatz zum Dienst am Nächsten eingestellt hatte. In der Versammlung konnte man sehen, dass mit einer quirligen Jugendtruppe die Zukunft der Wehr gesichert ist. Gut in Händen haben die beiden erfahrenen Feuerwehrleute Hans Bachmeier und Andreas Reff ihre junge Truppe. Eine personelle Veränderung in der Vereinsführung wurde in der Versammlung gebilligt: Als neue Schriftführerin wurde Kathrin Grünberger einstimmig gewählt.

Vorsitzender Anton Pollner zählte in seinem Tätigkeitsbericht wichtige Ereignisse und Feierlichkeiten des letzten Jahres auf. Er dankte seinen Kameraden für ihr Engagement in der Feuerwehr. Der Kassenbericht durch Anton Wimmer zeigte, dass der Verein die Einnahmen- und Ausgangssituation gut im Griff hat. Das bestätigte auch Kämmerer Klaus Beresowski als Kassenprüfer, so dass die Vorstandschaft einstimmig entlastet werden konnte.

Breiten Raum nahm in der Generalversammlung der Bericht des Kommandanten Michael Stirner ein, der auch für seinen Stellvertreter Johann Hochholzer sprach. 2023 sei „ein ereignisreiches Jahr“ für die Feuerwehr gewesen mit immer neuen Herausforderungen. Die Aktiven waren zu 132 Einsätzen gerufen worden, in der Mehrzahl zu technischer Hilfeleistung. Zum Dienst der Feuerwehrleute gehörten außerdem die Besuche in Kindergärten und Schulen, die Aktionen zur Mitgliedergewinnung, diverse Dienstbesprechungen, Schulungen und Fortbildungen. Die Feuerwehr Geisenhausen hat, so der Kommandant, 74 aktive Mitglieder, von denen drei weiblich sind. Als erfreulich bezeichnete Stirner die große Anzahl von 21 Anwärtern in der Jugendfeuerwehr. Im Jahr 2023 gab es 14 Brandeinsätze, acht Fehlalarme, 13 Fahrten zur Reanimation und zwei Einsätze des Feuerwehr-Seelsorgers.

Ehrenamtlicher Einsatz nicht selbstverständlich

Über 1600 Stunden seien die Feuerwehrleute im Einsatz gewesen, doch sei der gesamte ehrenamtliche Dienst bei über 10 000 Stunden im Jahr anzusiedeln. Diese Leistung sei keineswegs selbstverständlich und daher hoch anzurechnen, so der Kommandant. Die Ausrüstung seiner Wehr bezeichnete er als „hochmodern und einsatzfähig“. Es war schließlich Bürgermeister Josef Reff, der umgekehrt den beiden Kommandanten den Dank der Marktgemeinde und der Bevölkerung für ihren anstrengenden ehrenamtlichen Dienst ausdrückte. „Ihr macht es super“, lobte er die gesamte Truppe für ihren Einsatz. Ohne Feuerwehr wäre in der Marktgemeinde vieles nicht möglich. Daher seien er und der Gemeinderat stets bereit, für entsprechende Ausstattung zu sorgen. „Kommt gesund zurück“, wünschte der Bürgermeister den Aktiven der Feuerwehr bei ihren Einsätzen.

Auch Kreisbrandinspektor Manfred Rieder lobte die hiesige Wehr mit ihren professionellen Einsätzen als wichtige Säule in seinem Zuständigkeitsbereich. Die Frauen und Männer könnten stolz sein und verdienten den Dank der Bürger. Der Kreisbrandinspektor kritisierte die Selbstverständlichkeit, mit der manche Einwohner die Dienste der Feuerwehr bei Kleinigkeiten fordern würden.

Ehrungen und Beförderungen

Im Rahmen der Generalversammlung der Feuerwehr fanden auch Neuaufnahmen und Beförderungen bzw. Ehrungen verdienter Mitglieder statt. Neu in die Jugendfeuerwehr wurden aufgenommen: Saly Bocoum, Laura Brumby, Lucas Gellesch, Gabriel Haupt, Alexander Heidingsfelder, Emil Jägel, Michl Jahn, Baset Qureishi, Viktoria Santa und Ben Thiele. In den aktiven Dienst wurden gesetzt: Enrico Brumby, Christoph Kaindl von benachbarten Feuerwehren, Fabian Tristram und Kathrin Tristram. Ausgeschieden aus dem aktiven Dienst sind Sandra Bachmeier, Martin Karner, Stefan Landstorfer und Bernhard Pichler. Befördert wurden Melanie Gnauer zur Oberfeuerwehrfrau und Michael Guttengeber, Michael Mascher und Lorenz Reupold jeweils zum Oberfeuerwehrmann. Weiter wurden befördert: Andreas Reff zum Löschmeister, Pierre Bögner zum Oberlöschmeister, Johann Hochholzer und Ralf Remiger zum Hauptlöschmeister. Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Anton Pollner, Thomas Stallwanger und Andreas Thoma. In Gold für 40 Dienstjahre bekam Martin Wagenbauer das Ehrenzeichen. Mit dem Ehrenkreuz in Gold des Kreisfeuerwehrverbands wurde Bernhard Pichler ausgezeichnet.

Von Peter Köppen Vilsbiburger Zeitung vom 18.03.2024

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